So bleibt die Scheibe vom Kaminofen länger sauber


kaminofen scheibe

Der Blick durch die Scheibe des Kaminofens bleibt meist nicht lange ungetrübt. Verrußte Scheiben mindern das optische Vergnügen am Kaminfeuer.

Wie ich schon im Artikel über Feinstaub aus dem Kamin geschrieben habe, kann man auch hier mit ein paar einfachen Regeln das Problem etwas mildern. 

Legen Sie das Brennholz mit der Rinde in Richtung Innraum der Brennkammer, also weg von der Glasscheibe. Die Rinde speichert den Grossteil der im Holz enthaltenen Feuchtigkeit, die beim Brennvorgang dann verdampft.

Beim Verbrennen von Kaminholz werden Rauchgase und Wasserdampf freigesetzt, die sich als Ruß an der Glasscheibe absetzten. 

Verwenden Sie nur trockenes Brennholz – Restfeuchte maximal 20%

Das Feuer sollte schnell “auf Touren” kommen, also kein laues Glimmen
Legen Sie genug Holz nach, damit das Feuer nicht zu schwach wird.

Eine verrußte Scheibe lässt sich mit der Asche aus dem Kamin leicht wieder reinigen.

Dazu feuchten Sie etwas Zeitungspapier an und wälzen das Papier dann in der ausgekühlten Asche. Dann reiben Sie den Belag an der Scheibe mit sanften Druck ab.

Klappt wunderbar und spart handelsübliche Reinigungsmittel.

Die Asche aus dem Kamin kann auch als Dünger verwendet werden.
Mehr dazu im Artikel – Asche als Dünger

5 Responses to “So bleibt die Scheibe vom Kaminofen länger sauber”

  1. Super Tipp, aber, auch gute Glasreiniger wie z.B. von Wodtke sind auch super.
    Eine Art Geel, welches nicht läuft aber gründlich reinigt
    und bei ofenbernd erhältlich ist. :-)
    Dazu noch, deine Tipps sind wirklich lesenswert.
    Gruß ofenbernd.

  2. [...] So bleibt die Scheibe vom Kaminofen länger sauber [...]

  3. Hallo allerseits,
    handelsüblichen Backofenreiniger nehmen, aufsprühen, 2 – 3 Std. einwirken lassen und dann mit lauwarmem Wasser abputzen. Sieht danach aus, wie neu…

  4. Hallo,

    meinen Beobachtungen nach deutet eine verrußte Scheibe auf a) eine zu hohe Holzfeuchte, b) falsche Luftführung im Inneren des Ofens oder c) auf eine zu geringe Kerntemperatur des Feuers hin.

    An Kenntnisse aus der Töpferei anlehnend gibt es eine Art “Vorbrand”, bei der das Brenngut mittels geringer Hitze langsam auf die eigentliche Brenntemperatur hochgeheizt wird. Dabei schlägt sich immer Ruß auf den Wandungen der zu brennenden Stücke nieder (analog kann das bei Heizbeginn im Kamin an der kühlen Kaminscheibe passieren). Später wird mit trockenem Reisig eine “Höllenglut” erzeugt, bei der sämtlicher Ruß vom Brenngut verschwindet. Ähnliches passiert bei entsprechender Verbrennungsführung auch im Kamin.
    Kurzes intensives Hochheizen mit Kleinholz, welches den Kamininneraum auf “Betriebstemperatur” bringt. Sobald die Innenauskleidung aufgeheizt sind, strahlt sie so viel Hitze in das Feuer zurück, daß die Holzvergasung beschleunigt abläuft und nun bei ausreichender Luftzufuhr eine vollständige, rußfreie Verbrennung stattfindet. Dabei “brennt” dann auch die möglicherweise angerußte Scheibe wieder frei.
    Die “Nagelprobe” sollte sein, daß bei auf Dauerbetrieb laufendem Feuer kein Rauch, sondern nur ein schwaches “Heißluftflimmern” aus dem Schornstein kommt.

  5. Hallo zusammen, die Tipps klappen!
    Mein Kamin, ein sog. “Tummel” (also von vorne und hinten einsehbar), wird immer schnell rußig an den Rändern der Scheiben. Ich habe den Verdacht, dass die Luftzufuhr (4eckige Lßftungslöcher mit dem Rost davor, zu gering ist. Meiner Vermutung nach muss man bei einem so großen (ca. 12 KW-Kamin) statt dessen ein breiteres, rechteckiges Loch als Luftzufuhr haben, wodurch die Rußbildung evtl. eingeschränkt wird. Kann das sein? Wer hat da Kenntnisse oder Erfahrungen?
    LG
    Andreas Wöge