Nützliches zum Thema: Brennholz Wippsäge
Es gibt nichts Schöneres für viele Kaminbesitzer, als ihr Holz selbst zu machen und gut einzulagern. Der Anblick eines großen, gut aufgeschichteten Stapels an Kaminholz an der Haus- oder Garagenwand vermittelt ein Gefühl großer Sicherheit.
Man weiß genau: den nächsten Winter wird man sehr gut überstehen – komme, was wolle.

Um aber das Holz für den Kaminofen entsprechend aufzubereiten, benötigt man einiges an geeignetem Werkzeug. Zur absolut notwendigen Grundausstattung gehört dabei eine gute Brennholz-Wippsäge.
In den vergangenen Jahren haben diese Wippkreissägen die gute, alte Tischkreissäge immer mehr abgelöst, denn sie bietet dieser gegenüber zahlreiche, praktische Vorteile: tiefere Schnitte sind möglich und die Sicherheit des Gerätes ist vielfach höher.
Allerdings wurden die Wippkreissägen hauptsächlich für die Bearbeitung von Kaminholz konzipiert und bieten daher nicht die Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten einer Tischkreissäge. Wenn man allerdings ein Gerät sucht, das ausschließlich der Erstellung von gutem Kaminholz dienen soll, ist man mit einer modernen Brennholz-Wippsäge bestens bedient.
Die Brennholz-Wippsäge bietet größtmögliche Sicherheit, und das ist ihr großer, unbestrittener Vorteil. Durch die Funktionsweise und den Aufbau der Brennholz-Wippsäge ist es nahezu unmöglich, sich beim Schneidevorgang zu verletzen. Denn die Wippsäge verfügt über eine Ablage, die entweder in U-Form oder V-Form ausgebildet ist.
Diese Ablage dient dazu, das geschnittene Holz an der Wippe aufzunehmen. Dabei ist die Wippe selbst durch ein Scharnier sehr beweglich, und kann daher je nach Dicke des Holzes individuell mit leichtem Druck zu dem arbeitenden Sägeblatt hinbewegt werden. Solange die Wippe geöffnet ist, ist die Sicherheitsabdeckung, die sich über dem rotierenden Sägeblatt befindet, geschlossen, so dass man keinesfalls mit der Hand hineingeraten kann – Schnittverletzungen sind somit nahezu ausgeschlossen.
Beim Schneidevorgang öffnet sich die Sicherheitsabdeckung allmählich – allerdings immer nur so weit, dass das zu schneidende Holzstück hineinpasst. Erst, wenn der Schneidevorhang vollständig abgeschlossen ist, kann man die Wippe über einen speziellen Federmechanismus vollständig öffnen, dies ist aber erst möglich, wenn sich das Sägeblatt nicht mehr bewegt.
Viele Handwerker, die vormals eine Tischkreissäge benutzt haben, kennen das Problem, das beim Verkanten eines Holstückes entstehen kann: es schlägt vollkommen unkontrolliert zurück und kann so durch die Wucht des Aufpralls zu erheblichen Verletzungen führen. Dies ist bei der Brennholz-Wippsäge ausgeschlossen, denn diese verfügt über die schützende Abdeckung.
Wie bei jedem anderen Handwerksgerät auch sollte man bei der Holz-Wippsäge darauf achten, dass keine anderen Personen in der Nähe sind, wenn man an dem Gerät tätig ist.
Auch für Kinder sollte die Säge nicht erreichbar und daher gut verschlossen untergebracht sein.
Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass das zu bearbeitende Holz keinesfalls dicker ist, als die mögliche Schnitttiefe der gekauften Wippsäge. Es sollte vermieden werden, das Sägegut nachträglich noch zu drehen, denn dies könnte ein Verkanten des Sägeblattes zur Folge haben. Besser ist es, das Holz vorsorglich in passende Stücke aufzuspalten, oder besonders dicke Stämme vorher mit einer Motorsägen entsprechend zuzuschneiden.
Brennholz-Wippsägen sind in sehr unterschiedlichen Ausführungen, verschiedenen Qualitäten und Leistungsklassen sowohl in Baumärkten, als auch im Fachhandel und im Internet erhältlich. Ein Preisvergleich lohnt sich immer; allerdings sollte man dann auch nur baugleiche Geräte vergleichen.
Für den „Hausgebrauch“ sollte die klassische Wippkreissäge für einen Starkstromanschluss 400 V CEE ausreichen. Es gibt auch Brennholz-Wippsägen, die an einen Treckerwelle angeschlossen werden können; diese sind jedoch für grobe Arbeiten im Wald ausgerichtet (und setzen natürlich einen Trecker voraus).
Die Preise der Brennholzwippsägen sind sehr unterschiedlich und richten sich nach der Ausführung. Die preiswertesten Geräte sind aktuell (Juli 2010) für ca. Euro 400,– erhältlich, dabei handelt es sich um die einfachsten Geräte. Gute Brennholz-Wippsägen sind im Preis teurer und kosten bis zu Euro 2000,–, man sollte sich in jedem Fall dafür im Fachhandel entsprechend beraten lassen. Fragen Sie nach den Unterschieden bei den einzelnen, angebotenen Geräten, um dann Ihre Entscheidung treffen zu können.
Wichtig: achten Sie beim Kauf Ihrer Brennholz-Wippsäge immer darauf, dass das Gerät die wichtigen Prüfzeichen trägt: CE und GS sind ein absolutes Muss!
Billigimporte Verfügen sehr häufig nicht über diese Prüfzeichen und Sicherheitszertifikate und weisen oftmals erhebliche Qualitäts- und Sicherheitsmängel auf.