Praktisch besonders für Mieter: Gelkamine
Gelkamine erfreuen sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit. Denn sie stellen – vor allem für Menschen in Mietwohnungen – eine gelungene Alternative zu einem „echten“ Kamin dar.
Gerade an kalten, regnerischen Wintertagen lieben wir alle die knisternde, wohlige Wärme eines gemütlichen Kaminfeuers. Die meisten von uns wünschen sich dann ein prasselndes, gemütliches Kaminfeuer mit faszinierendem Flammenspiel.
Viele wissen überhaupt nicht, dass so etwas auch in der Mietwohnung möglich ist: nämlich mit einem Gelkamin.
Möglich ist das durch die neuartigen sogenannten Deko-Kamine oder Gelkamine. Sie sind mit einem Gewicht von 10 kg – 250 kg meist recht gut zu transportieren, und heute hält der Fachhandel diese Art von Zierkaminen bereit.
Gute Produkte sind durchaus erschwinglich im Preis. Die Preise reichen von cirka € 150,– bis zu € 2.500 für die gängigen Modelle, natürlich gibt es auch Luxusausführungen, die preislich nach oben stark variieren können.
Bei den Gelkaminen unterscheidet man zwischen Wandkamin – und Standkaminen. Betrieben werden die Geräte entweder mit Brenngel, oder mit Bioalkohol. Auch die Brennstoffe sind fast immer dort erhältlich, wo Sie den Kamin kaufen. Den Brennstoff muss man nur in eine dafür vorgesehene Stahlkammer füllen und dann anzünden.
Der Vorteil eines solchen Kamins liegt hier sehr klar auf der Hand: die Investition für ein solches Gerät ist – verglichen mit einem eingebauten Kamin – sehr gering. Man kauft das Gerät, stellt es zuhause auf, oder hängt es an die Wand, und schon kann es losgehen. Kein aufwändiger Einbau, kein Kaminanschluss, keine teueren Folgekosten durch den Schornsteinfeger.
Hinzu kommt die praktische Handhabung:
Brennstoff rein, anzünden, fertig! Keine Asche, kein Saubermachen, kein Holz kaufen und mühsam einlagern.
Bioalkohol und Brenngel verbrennen geruchsneutral und können sogar mit Duftstoffen versetzt werden. Bei Brenngel kann es manchmal beim Verlöschen zu einem leichten Brandgeruch kommen, der sich aber wenig störend auswirkt. Im Gegenteil: Gerade hierdurch wird das echte Kaminfeeling erzeugt.
Natürlich stellt sich bei einem solchen Gerät die Frage nach der Sicherheit. Immerhin zündet man darin ja ein Feuer an, und das in der Wohnung – da sollte der Kamin schon die Gewissheit bieten, dass nichts passieren kann.
Feste Vorschriften gibt es für diese Gelkamine nicht, denn sie sind nicht als Feuerstätte anerkannt, sondern werden als Möbelstück betrachtet. Daher gelten hier auch nicht die gesetzlichen Vorgaben für die Feuerstättenverordnung, so wie dies bei Kaminen und Kaminöfen der Fall ist.
Allerdings hat der TÜV Empfehlungen ausgesprochen: so sollten z. B. die Metallteile an dem Gerät aus Edelstahl angefertigt sein. Gerade bei Billigmodellen, die unter Euro 400,– liegen, ist dies manchmal nicht der Fall.
Achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf die in Deutschland gültigen Prüfzeichen und Sicherheitszertifikate. Auch der Fachhändler wird Sie beim Kauf eines Gelkamines kompetent beraten und Ihnen zeigen, wo die Unterschiede in der Qualität liegen bei den preiswerten und teureren Modellen.
Man braucht bei der Anschaffung eines Gelkamines weder das Einverständnis des Vermieters, noch muss das Gerät extra bei der Hausratversicherung versichert werden. Dennoch sollte man bei der Installation und beim Betreiben des Gerätes vorsichtig sein und es auf jeden Fall nicht in der Nähe von Vorhängen und anderen leicht brennbaren Gegenständen positionieren. Im Falle eines Feuers könnte die Versicherung dies als fahrlässig bewerten und einen Schadenersatz im Brandfall möglicherweise verweigern.
Letztendlich stellt sich natürlich noch die Frage: kann man mit diesen Gelkaminen denn überhaupt auch heizen? Eindeutig beantworten lässt diese Frage nicht: In Deutschland dürfen die Gelkamine nämlich nicht als Heizgerät bezeichnet werden.
Verwandte, Bekannte und Freunde, die bereits einen Gelkamin zuhause haben, werden auch gerne und bereitwillig Auskunft über die Vorteile dieser Anschaffung machen.
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