Der Kamineffekt
Bereits seit Jahrhunderten ist der Kamin eine der beliebtesten Heizformen der Menschen.
Bis heute hat sich diese durchgesetzt und genießt dank des kostenintensiven Erdöl und Erdgas bei den Bürgern der Bundesrepublik Deutschland steigende Beliebtheit.
Die physikalische Erscheinung Kamineffekt beschreibt eine nach oben gerichtete selbstverstärkende warme Gasströmung, die durch eine Wärmequelle, zum Beispiel ein Feuer, verursacht wird.
Der Namensgeber dieses Effektes ist der Kamin, bei dem auf diese Art und Weise die Rauchgase nach oben durch den Schornstein transportiert und unten der Feuerstelle frische Luft zugeführt wird. Die Rauchgase können da sie nach außen strömen nicht in das Innere des Gebäudes gelangen.
Jedoch beruht der eigentliche Kamineffekt auf die Wärmeströmung. Über einem Feuer steigt warme Luft auf und zieht zum Beispiel durch ein offenes Fenster ab. Auf diesem Weg entsteht Unterdruck. Dieser Unterdruck wird durch das Nachströmen von Luft ausgeglichen.
Da diese Frischluft mehr Sauerstoff enthält, wird das Feuer weiter entfacht. Die Brandtemperatur steigt dadurch an und somit wird mehr Luft erwärmt und steigt auf. Dies führt wiederum zu einer positiven Rückkopplung und das Feuer wird angefacht.
Im größeren Maße können Kamineffekte zum Beispiel bei Waldbränden erhebliche Schäden verursachen. In diesem Fall ist die Rede von einem Feuersturm. Neben der Nutzfeuerung kommt der Kamineffekt vor allem bei Aufwindkraftwerken zum Einsatz.
Bei denen steigt die erwärmte Luft durch einen Turm nach oben und treibt hierbei Turbinen an. Aber auch die Holzkohle auf einem Grill kann man durch den Kamineffekt auf recht einfachem Weg entfachen. In diesem Fall stellt man ein circa armdickes und armlanges Rohr auf die brennende Holzkohle.
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