Der Warmluftkachelofen und Grundofen
Auch im Spektrum der Kamine kam es in den letzten Jahren zu entscheidenden Weiterentwicklungen und Veränderungen.
Trotz zahlreicher Neuheiten gehören die traditionellen Modelle bei den Verbrauchern ohne Zweifel immer noch zu den beliebtesten und so ist es keine Seltenheit, dass diese im Anschluss lediglich noch optimiert werden und den neusten technischen Standards angepasst werden.
So gibt zum Beispiel der Warmluftkachelofen schon wenige Minuten nach dem Anheizen spürbar Wärme ab. Unter den Kacheln verbirgt sich ein aus Grauguß gefertigter Heizeinsatz mit nachgeschalteten Heizflächen.
Die durch die Zuluftöffnungen einströmende Raumluft wird in der Heizkammer zwischen Heizeinsatz und Kachelmantel erwärmt. Anschließend tritt diese durch Lüftungskacheln oder Lüftungsgitter wieder aus und sorgt so letztendlich für eine sehr schnelle Erwärmung des Raumes.
Ohne Frage gibt es aber noch eine zweite Art der Wärmeübertragung. Diese erfolgt durch Strahlungswärme und wird lang anhaltend vom erwärmten Kachelmantel abgegeben. Über Warmluftleitungen kann diese Ofenvariante für die Beheizung mehrer Räume genutzt werden und bietet so vielfältige und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Grundofen ist zweifelslos die älteste bekannte Kachelofenart der Welt. Bei vielen ist dieser auch als Speicherofen bekannt. Der meist gemauerte, geschlossene Feuerraum des Grundofens besteht aus Schamottmaterial und einer mit Glasausschnitten versehenen Heiztüre.
Durch keramische Züge wird das bei der Verbrennung entstehende heiße Rauchgas geleitet, um möglichst viel Wärme zu entziehen und diese letztendlich im Mantel zu speichern. Ausgehend vom Schamottmaterial gelangt die Wärme langsam an die Kacheloberfläche und wird von dort wiederum gleichmäßig an den Raum abgegeben.
Diese Form des Kamins zeichnet sich vor allem durch einen besonders hohen Strahlungswärmeanteil aus und sorgt so für eine angenehme Erwärmung.
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