Hilfe, der Kamin brennt!


Wenn ein Kamin in Flammen gerät, dann ist fast immer unsachgemäßes Feuern die Ursache.

kaminbrand

(C) Thomas Max Müller und Pixelio.de

Wenn man seinen Kamin mit Holz befeuert, kann das zu feucht sein. In sehr vielen Fällen wird der Kamin auch zum Verbrennen von Hausmüll missbraucht, und wenn dann Kunststoffe und PVC oder andere Materialien verbrannt werden, kann es zu unerwünschten Bränden kommen.

Zunächst bleibt unbemerkt, dass diese Art der Befeuerung gefährlich sein kann. Im Kamin selbst aber bilden sich mit der Zeit schädliche Ablagerungen.

Der Fachmann nennt diese „Pechruß“. Wenn nun zum einen die Zündtemperatur sehr hoch ist und außerdem genügend Material im Kamin vorhanden ist, kommt es häufig vor, dass sich dieser Pechruß durchaus entzündet, und es so zu einem Kaminbrand kommt.

In einem solchen Fall zögern Sie keine Sekunde und wählen sofort die Notrufnummer der Feuerwehr: 112!

Denn die Auswirkungen eines solchen Kaminbrandes sind unabsehbar. So kommt es sehr häufig zu Funkenflug aus dem Schornstein. Manchmal schlagen sogar Flammen oben aus dem Schornstein, die dann auf das Dach übergreifen können.

Auch nach unten hin, in den Wohnraum, können die Flammen schlagen, was sehr häufig bei offenen Kaminen der Fall ist.

Kommt es zu einem derartigen Kaminbrand, so ist es sinnvoll, diesen unter der Kontrolle der Fachleute (Feuerwehr, Schornsteinfeger) ausbrennen zu lassen. Fast immer kann der Kamin danach weiterverwendet werden, unter der Voraussetzung, dass der Kaminkehrer eine gründliche Reinigung vorgenommen hat.

Grundsätzlich dürfen Sie NIEMALS einen Kaminbrand mit Wasser löschen!

Denn kaltes Wasser sorgt dafür, dass der Kamin zu plötzlich abgekühlt wird, und es kann zu einem Bersten des Kamins kommen. Dies kann dann unabsehbare Folgen nach sich ziehen.

Sorgen Sie dafür, dass es gar nicht erst zu einem Kaminbrand kommen kann. Wenn sie nur die geeigneten Brennstoffe verwenden, verhindern Sie derartige Unfälle.

Hier einige Hinweise zur Verwendung des richtigen Brennmaterials:

  • Verwenden Sie nur geeignetes Feuerungsmaterial: Briketts und Holzpaletts aus dem Baumarkt sind gut geeignet, zum Anzünden kann man Holzspäne (trocken!) und/oder Zeitungspapier verwenden.
  • Selbstgelagertes Holz muss sehr trocken sein. 
  • Niemals Haushaltsabfälle verfeuern, vor allem keine Kunststoffe! Dies ist einerseits gesetzlich verboten, andererseits entstehen dabei Giftstoffe wie Dioxin oder Furane, die Sie dann auch selbst einatmen!
  • Sorgen Sie für eine sachgemäße Luftzufuhr! Genügend Sauerstoff ist wichtig, daher dürfen Sie die Luftzufuhr nicht zu früh schließen, und auch nicht vorher unsachgemäß drosseln.

Im Falle eines Kaminbrandes rufen Sie ohne zu zögern die Feuerwehr um Hilfe: 112!

Sie können auch Ihr Mobiltelefon dazu benutzen, auch hier die 112 ohne Vorwahl wählen!

Sollte es in der Hektik möglich sein, so versuchen Sie auch, Ihren zuständigen Kaminkehrer zu erreichen, damit er vor Ort unterstützend tätig sein kann. Seine fachmännische Hilfe ist in einer solchen Situation unersetzlich.

Sie selbst sollten alle Räume, durch die der Kamin läuft, sofort kontrollieren: tritt dort Rauch auf, oder entweicht mehr Hitze als sonst üblich?

Für den Notfall vorsorgen und Gefäße mit Wasser füllen, um evtl. löschen zu können. Jedoch NIEMALS Wasser in den Kamin schütten!

Nachdem der Kaminbrand gelöscht wurde, kontrollieren Sie noch einige Stunden die in Mitleidenschaft gezogenen Räume auf Rauch- und Hitzeentwicklung.

Im schlimmsten Fall – wenn der Kaminbrand nicht vollständig abgeklungen ist – noch einmal die Feuerwehr informieren.

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