Nachtkerze – Oenothera biennis

Herkunft:

Aus Peru gelangte die Nachtkerze nach Nordamerika und fand im 17. Jahrhundert den Weg nach Europa. Für die Indianer Nordamerikas war die Nachtkerze Bestandteil der Nahrung. Blättern und Wurzeln wurden zu Gemüse verarbeitet. Die ölhaltigen Samen der Nachtkerze wurden zu einem Brei verrührt, der auf Hautausschläge verrieben wurde. Die enthaltenen Wirkstoffe wirken entzündungshemmend.

Verwendung in der Küche:

Blätter, Blüten und Wurzeln der Nachtkerze sind essbar. Beim Kochen verfärbt sich die Wurzel schinkenrot – daher der Name „Schinkenkraut“.

Die Blüten verschönern Salate und schmecken buttrig mit einer leichten Note von Schärfe.

Verwendung von Nachtkerzenöl in der Kosmetik und Medizin:

Nachtkerzenöl besitzt einen hohen Anteil an essenziellen ungesättigten Fettsäuren, wobei der Anteil von Linolsäure mit 70% am höchsten ist, gefolgt von der Gamma-Linolsäure mit einem Anteil von fast 10%. Weitere nützliche Inhaltsstoffe sind Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Das Nachtkerzenöl wird bei Ekzemen und juckenden Hautkrankheiten eingesetzt. Neurodermitiker schätzen die hautberuhigende Wirkung von Nachtkerzenöl. 

Synonyme:

Rapontika, Gelbe Rapunzel, roter Sellerie, gelber Nachtschatten, Nachtschlüsselblume, Nachtstern, Abendblume, Rübenwurzel, Schinkenkraut, stolzer Heinrich, Weinblume, Eierblume, Abendblume, Süßwurzel, Sommerstern, Nachtstern, Härekraut, Nachtschlüsselblume.